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Meist bei Frauen auftretendes Syndrom weitgehend unklarer Äthiologie (überdurschnittliche Syntropie mit homozygotem Myoadenylat-Desaminase-Mangel, Versagen des deszendierenden Schmerzhemmersystems)
Diagnostische Kriterien und Symptome: - Generalisierte schmerzen (linke und rechte Körperhälfte, Ober und Unterkörper und im Bereich des Achsenskelettes – HWS, BWS, LWS) - Schmerzen an 11 von 18 definierten „ tender points“ auf Fingerdruck (9 auf jeder körperhälfte): 1. Ansätze der Suboccipitalen Muskeln. 2. Querfortsätze der Wirbelkörper (HWK5-HWK/) 3. M. Trapezius (Mittelpunkt der Achse) 4. M. Supraspinatus 5. Knochen-Knorpelgrenze der 2 Rippe 6. Epicondylus radialis (2cm distal) 7. Regio glutea lateralis (oberer äußerer Quadrant) 8. Trochanter major 9. Fettpolster des Kniegelenkes medial proximal der Gelenklinie. - Häufig vegetative (kalte Hände, Hyperhydrosis, trockener Mund, Dermographismus) und /oder funktionelle (Schlafstörungen, Magen Darm Beschwerden, funkt. Kardiale beschwerden, Hyperventilationsneigung) Begleitsymptome.- Routinelabor, CK im Serum, EMG, (ggf. Muskelbiopsie) ohne pathologischen Befund. Therapie (drei Säulen): Medikamentös: - 1. Wahl Amitriptylin 10-50 mg/Tag; neu Novoban (5HT3 Rezeptorantagonist; in Studien bei 50% der Pat. Schmerzreduktion. Offiziel allerdings nicht für Fibromyalgie zugelassen. - Weniger wirksam: Analgetika und Muskelrelaxantien Physiotherapie und Physikalische Therapie: - Aktive Beübung - Entspannungsverfahren - Massagen - Wärme/Kälteapplikation Psychotherapeutische Maßnahmen: - Beeinflussung seelischer Konflikte, - Patientenschulung zum besseren Verständnis des Krankheitbildes - Vermittlung von coping-Strategien Checkliste Neurologie – Thieme Verlag Stuttgart 2002 |