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BPPV: Äthiologie: Kanalolithiasis v.a des hinteren Bogenganges (flottierende Partikel in der Endolymphe der Bogengänge irritieren die Sinneszellen.). Vorkommen mit einen Maximum im 5 Lebensjahrzehnt (Frauen > Männer).
Klinik: Meist Starke Drehschwindelattacken von weniger als eine Minute Dauer, ausgelöst durch Kopf oder Körperlageänderung, begleitet von Übelkeit, Erbrechen und Oszillopsien. Diagnostik: Lagerungsprobe (Brechschale bereithalten): - Hinterer Bogengang: Patient sitzt -> Lagerung rasch auf die Site des betroffenen Ohres und gleichzeitig Kopf um 45° zur Gegenseite drehen. - Horizontaler Bogengang: Im Liegen Kopfdrehung zur betroffenen Seite. - Befund: - Typischerweise nach einer Latenz von ca. 5 sek. für < 1 Minute, Drehschwindel und rotierender Nystagmus zum unten liegenden Ohr. Nach wiederaufrichten kann Nystagmus in der Gegenrichtung auftreten.. Nach mehreren Lagerungen nimmt die Intensität ab. Therapie: Systematisches Lagerungstraining: - Befreiungsmanöver nach Sémont: Der Patient sitzt und dreht den Kopf um 45° zur Gegenseite des erkrankten Bogenganges. Danach wird er rasch auf die betroffene Seite gelegt (Schwindelauslösung, etwa 3 min so liegen bleiben). Anschliessend erfolgt unter Beibehaltung der Körperhaltung eine ebenfalls schnelle Umlagerung um 195° auf die Gegenseite („grosser Wurf“) für hinteren Bogengang - Eigenübungsprogramm nach Brandt: Der Patient sitzt am Bettrand, lässt sich dann auf die betroffene Seite fallen und wartet 30 sek. ab. Anschließend richtet er sich wieder auf, um sich auf die Gegenseite fallen zu lassen (für weiter 30 sek.) Dann setzt er sich wieder auf. Mehrmals täglich mehrmals hintereinander wiederhohlen bis zur Beschwerdefreiheit bzw. bis das Schwindelgefühl merklich ermüdet. |